Startschuss für Olympia

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Der „Skandal“ um die Bewerbung Münchens (oder eigentlich mehr der umliegenden Regionen) für Olympia 2022 ist gerade erst abgeklungen, da stehen die aktuellen Winterspiele im Jahr 2014 schon an. Der Austragungsort ist in aller Munde – es handelt sich um das russische Sotschi, einen klassischen Bade- und Kurort am Schwarzen Meer, an der Grenze zu Georgien.

An sich könnte alles so schön sein, denn schließlich steht Olympia sinnbildlich für die Zusammenkunft, die Völkerverständigung und den Sportsgeist. Doch der Austragungsort geriet in letzter Zeit vermehrt in die Schlagzeilen. Das liegt nicht an Sotschi selbst, sondern vielmehr an den Kontroversen rund um Wladimir Putin und die Ukraine. Mittlerweile geht man international sogar von erhöhter Terrorgefahr aus. Keine sonderlich guten Vorzeichen also, für die 22. Olympischen Winterspiele.

Dabei ist sportlich wieder so einiges geboten. In 98 Wettbewerben sind Medaillen zu vergeben, die sich auf 7 Sportarten verteilen. Spannung ist also zwei Wochen lang garantiert. Neben den Klassikern wie Biathlon, Eiskunstlauf und Ski Alpin sind auch eher „neuere“ Vertreter wie Eishockey und Snowboarden in der Liste der Disziplinen.

Während der Super Bowl letzte Woche erstmals bei sehr kalten Temperaturen (das MetLife Stadium liegt in New Jersey – letzte Woche bei einer Durchschnittstemperatur von 3 Grad) stattfand, ist es beim Standort Sotschi genau umgekehrt. Erstmals finden die olympischen Winterspiele in einer subtropischen Region statt. Die Küstenstadt setzte sich im Wahlgang gegen die Mitbewerber Salzburg und Pyeonchang durch.

Es bleibt abzuwarten, wie die Spiele verlaufen, denn nicht nur die aktuellen Schlagzeilen erwecken einen negativen Eindruck, auch im Vorfeld gab  es zunehmend negative Medienberichte vor allem zu den Arbeitsbedingungen an den Wettkampsstätten. Auch der Erlaß eines Gesetztes, das eine öffentliche Darstellung von Homosexualität unter Geldstrafe stellt wurde international kritisch aufgenommen.

Wer sich trotzdem nach Russland aufmachen möchte, der kann im ehemaligen Zarenreich aber so einiges an Sehenswürdigkeiten mitnehmen. Leider sind die Distanzen untereinander so groß, dass es schwierig wird, verschiedene Regionen zu besuchen. Auch von der Hauptstadt Moskau ist Sotschi mal eben knappe 2000 km entfernt. Wer aber einen Zwischenstopp in der Metropole einlegt, der ist mit unserer Checkliste Sehenswürdigkeiten Moskau bestens beraten. Allen anderen wünschen wir trotzdem viel Spaß bei den Spielen, und viele interessante Wettkämpfe.

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