Fast Food – Ketten oder doch nicht?

Auch wenn es oftmals keiner gewesen sein will und wir immer wieder hören, wie ungesund es doch sei, so ist Fast Food nach wie vor ein allgegenwärtiges Thema. Gerade in unserer immer schnelllebigeren Gesellschaft gerät das Essen immer mehr zu einer „Nebensache“ – da ist man oftmals froh, wenn es schnell und unkompliziert geht. Dass dabei vielleicht ein bisschen die gesunde Ernährung auf der Strecke bleibt, nehmen viele dafür in Kauf – allerdings bedeutet Fast Food nicht unbedingt auch ungesunde Ernährung.

Wenn man Fast Food hört, denkt man automatisch an die großen Ketten – in Deutschland sind das effektiv die beiden großen Burgerläden, der Colonel mit dem Hähnchen, und die leckeren Sandwiches in einem Röhrenförmigen Brötchen. Welcher Laden dabei am besten ankommt, gleicht einer Glaubensfrage. Während das goldene M eher auf Familien und Kinder als Kunden setzt, scheint es beim König ein eher männlich dominiertes Klientel zu geben. Erstere legen vor allem Wert auf ihre Soßen und Aktionsprodukte, Letztere werben mit auf Flammen gegrilltem Fleisch und produzieren Geschmack eher aus den einzelnen Produkten. Hähnchen und Sandwiches sind dann eher ihre eigene Nische. Vor allem aber die Hähnchenschenkel, die es je nach Hungergrad in kleinen oder großen (Eimern) Mengen zu erstehen gibt, erfreuen sich in den letzten Jahren größerer Beliebtheit in Deutschland.

Sandwiches sind im Fast Food Kontext eher etwas für die „ernährungsbewussten“ – erwecken sie doch den Eindruck (aufgrund der vielen frischen Zutaten) als seien sie „gesund“. Der Ernährungsfaktor von Fast Food ist sicherlich ein zentrales, allerdings auch inflationär diskutiertes Thema. Jeder sollte dabei selbst wissen und entscheiden können, was er wie isst. Viel interessanter ist dagegen zu beobachten, inwiefern sich die Fast Food Szene in den letzten Jahren verändert hat.

Galten gerade im Burgerbereich früher definitiv die großen Ketten als Platzhirsche, so verbuchen sie mitunter seit einiger Zeit einen zurückgehenden Umsatz. Trotz vieler Versuche und Experimente wieder mehr Besucher in die Restaurants zu ziehen scheint es einen Wechsel der Bedürfnisse der Burgerfans zu geben. So sind vor allem die neuen, jungen Burgerketten im Aufschwung, die nicht mehr nur auf Schnelligkeit setzen, sondern ebenso in Atmosphäre und Hipness punkten können. Der Wert wird also verstärkt auch auf gelungene Präsentation der Produkte gelegt – die Hochkonjunktur von lieblos und auf Masse hergestellten Produkten in Pappkartons scheint vorbei.

Wer es dennoch „schnell“ im eigentlichen Sinne möchte, kann auch von einem der in den letzten Jahren zahlreich hervorgekommenen Foodtrucks profitieren. Hier gibt es an meist wechselnden Standorten zur Mittags- oder Abendessenzeit ausgewählte Produkte zu erstehen. Der Fokus liegt dabei im Normalfall auf wenigen Produkten, die allerdings mit einer gewissen Leidenschaft oder etwas „Besonderem“ hergestellt werden – regionale Produkte, liebevolle Zubereitung. Der Erfolg spricht für sich – in vielen Städten sind die fahrenden Imbissbuden nicht mehr wegzudenken.

Insgesamt dürfte also für fast jeden Geschmack das Richtige dabei sein. Ob es nun einer der großen Platzhirsche ist oder man lieber in modernem Ambiente seine Burger isst – Hauptsache ist, dass es schmeckt, und dass man nicht damit übertreibt sich ungesund zu ernähren.

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