Weihnachten: So feiert man international

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Weihnachten – das Fest der Liebe und Geschenke – die Tage an denen die Familie zusammenkommt und man gemeinsam ein Festmahl hält. Dazu gehören einfach ein Weihnachtsbaum, herrliche Beleuchtung und eine toll geschmückte Weihnachtskrippe. So ist zumindest das Bild wie wir es aus unserem Weihnachtsbrauch kennen, und welches nicht zuletzt durch gängige amerikanische Weihnachtsfilmproduktionen untermauert wird. In anderen Ländern gibt es zusätzlich aber noch ganz andere Bräuche und Traditionen, mancherorts begeht man Weihnachten sogar komplett anders, als wir es gewohnt sind – und genau darauf wollen wir so kurz vor Weihnachten einen Blick werfen. Bietet sich besonders auch an, um bei Tisch mal so richtig mit skurrilen Fakten glänzen zu können.

Also, werfen wir einen Blick um die Welt. In Australien zum Beispiel hat Weihnachten nichts mit Glühwein, Schnee und Lichterketten zu tun, denn dort herrscht um den Heiligabend Hochsommer. Auch Tannenbäume sind dort hauptsächlich nur in Plastikversionen anzutreffen. Nadelbäume gibt es dort nämlich nicht, dementsprechend ist ein „echter“ Weihnachtsbaum nahezu unerschwinglich. Der Nikolaus kommt dort auch nicht auf seinem Schlitten geritten, sondern eher stilecht mit dem Surfbrett und Shorts.

In Italien gibt es den Brauch der Dreikönigshexe Befana. Sie ist der Legende nach zu spät zum Christuskind aufgebrochen und hat sowohl das Christkind, als auch die Heiligen Drei Könige verpasst. Auf ihrer bis heute andauernden Suche stattet sie am Dreikönigstag jedem Kind einen Besuch ab und beschenkt die artigen Kinder mit kleinen Gaben (es könnte sich ja um das Christkind handeln), die ungezogenen müssen sich dagegen mit einem Stück Kohle zufrieden geben.

Den Vogel schießen allerdings die Spanier, genauer gesagt die Katalanen ab. Die eigentliche Weihnachtsbescherung gibt es hier erst am Dreikönigstag, aber auch an Heiligabend sollen die Kinder nicht zu kurz kommen – zu diesem Zweck gibt es den Tío de Nadal – einen Baumstamm, der mit einem Gesicht verziert ist. Über ihn wird eine Decke gelegt und die Eltern erzählen den Kindern, dass der Baumstamm unter der Decke kleine Geschenke (hauptsächlich Schokolade und andere Süßigkeiten) „scheißt“ (verzeiht die Obszönitäten, aber es handelt sich hierbei um die semantisch naheliegendste Übersetzung). In den meisten Regionen gibt es dann ein spezielles Lied, das gesungen wird währenddem die Kinder den Tío mit Holzstecken schlagen um „die Verdauung anzuregen“. Nach der Enthüllung der Decke darf dann nach Herzenslust genascht werden.

Habt ihr auch besondere Weihnachtsbräuche die vielleicht sogar ein bisschen komisch sind? Wir sind gespannt und freuen uns auf Eure Nachrichten.

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