Thema: Flirten

Um kaum ein anderes Thema ranken sich so viele Mythen, Ratschläge, Unsicherheiten und Theorien – klar, es handelt sich um das Flirten. Zwar gehört das ungezwungene aber dennoch leicht erotisch aufgeladene Zwiegespräch zwischen Menschen zu einer spannenden und spaßigen Beschäftigung, jedoch fühlen sich eine nicht zu unterschätzende Anzahl an potentiellen Flirtwilligen nicht sicher in diesem Terrain. Erschwerend kommt hinzu, dass uns in unseren mitteleuropäisch- deutschen Breitengraden eine gewisse Hüftsteife nachgesagt wird.

Zeit genug um sich einmal genauer mit dem Thema zu beschäftigen, und vielleicht gerade denjenigen unter den Lesern ein wenig unter die Arme zu greifen, die eben nicht als selbstsicherer Casanova durch die Welt gehen.

Und klar, als erste Hürde für das Flirten hat man bereits mit dem eigenen Selbstvertrauen zu kämpfen. Keiner hat besonders viel Spaß daran eine Abfuhr zu bekommen – aber wenn man man realistisch bleibt. Kaum jemand wird einfach so in den Boden gestampft, und im Endeffekt hat man doch nichts zu verlieren, nur etwas zu gewinnen – also warum nicht mal über den eigenen Schatten springen?

Der richtige Flirt beginnt zuerst mit den Augen. Damit ist nicht gemeint, dass man das Objekt der Begierde einfach nur anstarrt, sondern dass man immer wieder mal den Blickkontakt sucht. Wenn dieser erwidert wird, einfach ein, zwei Sekunden in die Augen blicken, dann lächeln. Damit ist schon ein großer Schritt getan.

Nun beginnt die Kür. Für viele ist nämlich das Ansprechen der Punkt an dem sie scheitern. Dabei darf man sich einfach nicht so viele Gedanken darüber machen, wie man besonders cool oder außergewöhnlich daherkommt – einfach machen. Wichtig dabei ist, dass man das Gegenüber in ein unverbindliches Gespräch vermittelt. Oft kann man auch mit einem kleinen Kompliment den Einstieg schaffen. Merke Dir auf JEDEN FALL den Namen, wenn er genannt wird.

Hier ist der Punkt, an dem man merkt, ob das Gegenüber an einem Flirt interessiert ist. Wird auf das Gespräch eingegangen und auch versucht dieses aufrecht zu erhalten, dann kann man getrost weitermachen. Ist der Kontakt allerdings eher wortkarg und der Flirtpartner sehr abgelenkt und unaufmerksam, dann ist offenbar kein Flirtinteresse vorhanden – dann kann man sich einfach höflich verabschieden.

Am Anfang sollte das Gespräch noch recht oberflächlich sein – besonders wenn sich der Gesprächspartner noch in einer Gruppe befindet. Bei entsprechender Chemie wird sich der Flirt aber eh von selbst entwickeln. Dabei kann man auch auf die Körpersprache achten. Man selbst sollte sich möglichst offen positionieren – ist das beim Gegenüber auch der Fall, ist das ein gutes Zeichen. Eventuelle Übersprungshandlungen sind ebenfalls ein positiver Indikator.

Merkt man, dass das Gespräch noch vertieft werden soll – und das eventuell auch nur noch zu zweit – dann kann man den Flirtpartner vor allem in öffentlichen Locations zu einem Getränk an der Bar einladen, oder einfach (zB in Clubs) auf die Raucherterrasse gehen.

Um den Flirt dann noch perfekt abzuschließen, und um sich die Option zu erhalten, dass es ein Wiedersehen gibt, sollte man dann noch nach der Handynummer fragen. Dies kann direkt frei heraus geschehen („Willst Du mit mir mal ausgehen?“) oder unter einem Vorwand, wenn man zB vorher gemeinsame Interessen festgestellt hat („Ich brauch noch Deine Handynummer, wenn ich das nächste mal klettern gehe und Dich mitnehmen möchte“).

Insgesamt sieht man also: Flirten ist sicherlich kein Hexenwerk. Klar, anfangs fühlt man sich vielleicht mit der ungewohnten Situation wie auf Neuland, allerdings gewinnt man mit der Zeit an Routine und Selbstvertrauen. Wie eingangs schon erwähnt – im Normalfall will niemand einem etwas böses, und zu verlieren hat man nichts. Wichtig ist nur zu verstehen, dass man beim Flirten nicht alles all zu ernst nehmen sollte. Rückschläge sind also nicht das Ende der Welt, und wenn sich nach einem erfolgreichen Flirt nicht mehr gemeldet wird, dann sei es so. Es kommt für jeden nur darauf an Spaß an der Sache zu haben und sich gut zu fühlen.

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